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Bremsleitungen

Motorrad-Bremsleitungen

Stahlflex-Bremsleitungen für einen präzisen und zuverlässig aufgebauten Bremskreis

Die Bremsleitung überträgt den hydraulischen Druck von der Bremspumpe zum Bremssattel. Länge, Anschlüsse, Leitungsverlauf und Zuordnung müssen deshalb exakt zur verbauten Bremsanlage passen. Im Sortiment finden Sie unter anderem Moto-Master-Stahlflexleitungen für Supermoto-Racing-Umbauten mit oder ohne Frontlicht und für die passende Moto-Master-Radialbremspumpe.

Aufgabe im Bremssystem

Bremsdruck kontrolliert zur Bremszange übertragen

Beim Betätigen des Bremshebels baut die Bremspumpe Druck in der Bremsflüssigkeit auf. Die Bremsleitung führt diesen Druck zum Bremssattel, dessen Kolben anschließend die Beläge gegen die Bremsscheibe bewegen. Schon kleine Undichtigkeiten, eine beschädigte Leitung oder ungeeignete Anschlüsse können die Funktion dieses Systems beeinträchtigen.

Neben der Druckfestigkeit kommt es auf die richtige Verlegung an. Die Leitung muss sämtliche Bewegungen von Lenker, Gabel und Fahrwerk mitmachen können, ohne gespannt, geknickt, verdreht oder an anderen Bauteilen aufgescheuert zu werden.

Eine passende Bremsleitung muss

  • für die verwendete Bremsflüssigkeit geeignet sein
  • zur Bremspumpe und zum Bremssattel passen
  • die richtige Länge und Anschlussgeometrie besitzen
  • bei vollem Lenkeinschlag spannungsfrei bleiben
  • beim Ein- und Ausfedern ausreichend Bewegungsraum haben
  • gegen Scheuern, Hitze und Quetschung geschützt sein
  • mit geeigneten Dichtungen montiert werden
Keine Fahrt mit beschädigter Bremsleitung: Feuchte Anschlüsse, austretende Bremsflüssigkeit, Scheuerstellen, Risse, Knicke oder ein schwammiger Druckpunkt müssen vor der nächsten Fahrt fachgerecht geprüft und behoben werden.
Stahlflex-Ausführung

Mehrschichtiger Aufbau für den Einsatz an leistungsfähigen Motorradbremsen

Die im Sortiment geführten Moto-Master-Stahlflexleitungen verwenden einen nahtlos extrudierten PTFE-Innenschlauch. Ein Geflecht aus rostfreiem Stahldraht umschließt den Einsatz und wird durch eine leichte PVC-Abdeckung geschützt. Edelstahlanschlüsse sollen mögliche Korrosion begrenzen und lassen sich bei den entsprechenden Ausführungen so ausrichten, dass die Leitung nicht verdreht montiert werden muss.

PTFE-Innenschlauch

Der Innenschlauch führt die Bremsflüssigkeit durch die Leitung. Er muss gegenüber dem verwendeten Medium beständig und für die auftretenden hydraulischen Belastungen ausgelegt sein.

Edelstahlgeflecht

Das Geflecht stabilisiert die Leitung gegenüber der Druckbelastung. Dadurch kann sich eine Stahlflexleitung unter Bremsdruck weniger ausdehnen als eine alternde oder weniger formstabile Standardleitung.

Schutzummantelung

Die äußere PVC-Abdeckung schützt das Metallgeflecht und angrenzende Motorradteile. Sie ersetzt dennoch keine korrekt positionierten Halter und keinen ausreichenden Abstand zu beweglichen Komponenten.

Edelstahlanschlüsse

Die Anschlussstücke verbinden die Leitung mit Bremspumpe und Bremssattel. Form, Winkel, Bohrung und Dichtfläche müssen zur jeweiligen Komponente passen.

Dichtscheiben

Bei den angebotenen Moto-Master-Leitungen gehören Dichtscheiben zum beschriebenen Lieferumfang. Bereits verformte oder beschädigte Dichtungen dürfen nicht unbesehen erneut verwendet werden.

Direkte Rückmeldung

Eine druckstabile Leitung kann zu einem klareren Bediengefühl beitragen. Druckpunkt und Bremswirkung hängen jedoch ebenso von Pumpe, Sattel, Belägen, Scheibe und vollständiger Entlüftung ab.

Passende Ausführung bestimmen

Nicht allein nach Länge oder optischer Ähnlichkeit auswählen

Eine Bremsleitung ist kein universeller Hydraulikschlauch. Selbst bei ähnlich aufgebauten Motorrädern können sich Anschlüsse, Leitungsführung und benötigte Länge unterscheiden. Bei einer nachgerüsteten Bremspumpe oder einem Supermoto-Umbau ist die tatsächlich verbaute Kombination wichtiger als die ursprüngliche Serienausstattung.

Motorrad und Modelljahr

  • Hersteller und Modell
  • Hubraum und Ausführung
  • vollständiges Modelljahr
  • Serienfahrzeug oder Umbau

Verbaute Bremskomponenten

  • Hersteller und Typ der Bremspumpe
  • verwendeter Bremssattel
  • Anschlussart an beiden Enden
  • Position der Entlüftungs- und Hohlschrauben

Leitungsführung

  • benötigte Leitungslänge
  • Anschlusswinkel und Orientierung
  • vorhandene Führungen und Halter
  • Abstand zu Rad, Gabel und Auspuff
Bei Umbauten die reale Konfiguration prüfen: Eine andere Gabel, ein höherer Lenker, veränderte Lenkeraufnahmen, eine Radialbremspumpe oder ein versetzter Bremssattel können eine andere Leitungsführung und Länge erfordern.
Supermoto Racing

Moto-Master-Bremsleitungen für Motorräder mit oder ohne Frontlicht

Ausführung ohne Frontlicht

Für Supermoto-Racing-Motorräder ohne Frontlicht sind eigene Moto-Master-Stahlflexleitungen vorhanden. Ihre Leitungsführung ist auf die entsprechende Fahrzeugkonfiguration und die Moto-Master-Handbremspumpe abgestimmt.

Die fehlende Lampenmaske verändert den verfügbaren Bauraum und kann einen direkteren Leitungsverlauf ermöglichen. Trotzdem muss die konkrete Artikelzuordnung vollständig geprüft werden.

Ausführung mit Frontlicht

Supermotos mit Frontlicht benötigen je nach Aufbau eine abweichende Leitungsführung. Lampenmaske, Kabel, Halter und Armaturen dürfen die Bremsleitung bei keiner Lenkerstellung einklemmen oder belasten.

Die vorhandenen Ausführungen sind ebenfalls für die Moto-Master-Handbremspumpe beschrieben. Eine Übertragung auf andere Bremspumpen darf nicht allein anhand eines ähnlich aussehenden Anschlusses erfolgen.

Mit und ohne Frontlicht nicht vertauschen: Die Bezeichnung beschreibt eine konkrete Leitungsführung. Eine falsche Ausführung kann zu zu viel Leitung, Spannung, ungünstigen Radien oder Kontakt mit der Lampenmaske führen.
Leitungslänge und Anschlüsse

Passform zeigt sich über den gesamten Bewegungsbereich

Eine zu kurze Bremsleitung kann bei vollem Lenkeinschlag oder beim Ausfedern unter Zug geraten. Dadurch werden Anschlüsse und Leitung mechanisch belastet. Eine deutlich zu lange Leitung lässt sich dagegen häufig nicht sauber führen und kann an Reifen, Bremsscheibe, Gabelschutz oder Verkleidung scheuern.

Auch die Anschlusswinkel sind relevant. Die Fittings sollen ohne gewaltsames Verdrehen an den Dichtflächen anliegen. Die Leitung darf unmittelbar hinter dem Anschluss keinen engen Knick bilden. Verstellbare Anschlüsse werden vor dem endgültigen Festziehen in die vorgesehene Position gebracht.

Prüfen Sie nicht nur den unbelasteten Zustand auf dem Montageständer. Lenkerbewegung und Federweg verändern den Abstand zwischen den beteiligten Bauteilen erheblich.

Bewegungsprüfung

  • Lenker vollständig nach links einschlagen
  • Lenker vollständig nach rechts einschlagen
  • Gabel kontrolliert ein- und ausfedern
  • Leitungsverlauf an allen Haltern prüfen
  • Abstand zu Reifen und Bremsscheibe kontrollieren
  • Kontakt mit Lampenmaske und Kabeln ausschließen
  • Anschlüsse auf Zug und Verdrehung prüfen
Montage

Bremsleitung sauber verlegen, anschließen und entlüften

Zuordnung bestätigen

Vergleichen Sie Artikelnummer, Fahrzeugkonfiguration, Bremspumpe, Bremssattel sowie die Ausführung mit oder ohne Frontlicht.

Alte Bremsflüssigkeit auffangen

Schützen Sie Lack, Kunststoff und andere empfindliche Oberflächen. Bremsflüssigkeit darf nicht auf Bremsscheibe, Bremsbeläge oder Reifen gelangen.

Anschlüsse kontrollieren

Prüfen Sie Fittings, Hohlschrauben, Dichtflächen und Gewinde auf Beschädigungen. Verwenden Sie die vorgeschriebenen Dichtelemente.

Leitung spannungsfrei ausrichten

Führen Sie die Leitung durch die vorgesehenen Halter. Enge Biegeradien, Verdrehungen und Scheuerkontakt müssen vermieden werden.

Verbindungen befestigen

Ziehen Sie Hohlschrauben und weitere Verbindungen mit den für die konkreten Komponenten vorgeschriebenen Drehmomenten fest.

Bremsanlage befüllen

Verwenden Sie ausschließlich die vorgeschriebene Bremsflüssigkeit. Unterschiedliche Spezifikationen dürfen nicht beliebig gemischt werden.

System vollständig entlüften

Entfernen Sie eingeschlossene Luft aus dem Hydrauliksystem. Der Hebel muss anschließend einen stabilen und reproduzierbaren Druckpunkt besitzen.

Dichtheit und Freigängigkeit prüfen

Betätigen Sie die Bremse mehrfach und kontrollieren Sie sämtliche Anschlüsse. Prüfen Sie den Leitungsverlauf erneut bei vollem Lenkeinschlag und über den Federweg.

Sicherheitsrelevante Arbeit: Eine fehlerhaft montierte oder unvollständig entlüftete Bremsleitung kann zum Verlust der Bremswirkung führen. Bei fehlender Erfahrung sollte eine qualifizierte Fachwerkstatt die Arbeiten übernehmen.
Kontrolle und Wartung

Bremsleitungen regelmäßig über die gesamte Länge prüfen

Anschlüsse

Kontrollieren Sie Bremspumpe, Verteiler und Bremssattel auf Feuchtigkeit, Korrosion und beschädigte Dichtflächen. Auch geringe Spuren austretender Flüssigkeit erfordern eine Prüfung.

Ummantelung

Scheuerstellen, Schnitte, Quetschungen oder freiliegendes Geflecht dürfen nicht ignoriert werden. Prüfen Sie besonders die Bereiche an Haltern und beweglichen Teilen.

Leitungsverlauf

Nach Arbeiten an Lenker, Gabel oder Bremssattel kann sich die Leitungsposition verändern. Alle Führungen müssen sicher sitzen und ausreichend Bewegungsraum lassen.

Druckpunkt

Ein plötzlich längerer Hebelweg oder ein schwammiges Gefühl kann auf Luft, eine Undichtigkeit oder ein Problem an anderen Teilen der Bremsanlage hinweisen.

Bremsflüssigkeit

Beachten Sie Spezifikation und Wechselvorgaben des Fahrzeug- beziehungsweise Komponentenherstellers. Verunreinigte oder überalterte Flüssigkeit beeinträchtigt die Anlage.

Nach einem Sturz

Prüfen Sie Leitung, Fittings, Bremspumpe, Bremssattel und Halter besonders sorgfältig. Verdeckte Knicke oder belastete Anschlüsse können auch ohne sofort sichtbare Leckage vorliegen.

Typische Auswahl- und Montagefehler

Eine dichte Verbindung allein genügt nicht

Nur die Länge verglichen

Zwei gleich lange Leitungen können unterschiedliche Fittings, Anschlusswinkel und Verwendungsbereiche besitzen. Länge allein bestätigt keine Kompatibilität.

Falsche Bremspumpe verwendet

Die vorhandenen Moto-Master-Leitungen sind für die jeweils angegebene Moto-Master-Radialbremspumpe vorgesehen. Andere Pumpen müssen gesondert geprüft werden.

Leitung verdreht montiert

Eine unter Torsion montierte Leitung belastet Anschlüsse und verändert ihren Verlauf bei Bewegung. Fittings müssen vor dem Festziehen richtig ausgerichtet werden.

Alte Dichtungen übernommen

Bereits verformte Dichtscheiben können die Verbindung nicht mehr zuverlässig abdichten. Verwenden Sie die für die Montage vorgesehenen Dichtelemente.

Bewegungsraum nicht geprüft

Ein im Stand passender Verlauf kann bei vollem Lenkeinschlag oder ausgefederter Gabel zu kurz sein. Der gesamte Bewegungsbereich muss kontrolliert werden.

Unvollständig entlüftet

Verbleibende Luft im Hydrauliksystem kann einen weichen oder wandernden Druckpunkt verursachen. Das Motorrad darf so nicht in Betrieb genommen werden.

Bremsanlage abstimmen

Verwandte Bremskomponenten passend zur Leitung auswählen

Bremszylinder und Pumpen

Anschluss, Hydraulik und Verwendungszweck der Bremsleitung müssen zur tatsächlich montierten Bremspumpe passen.

Bremszylinder und Pumpen ansehen

Bremssättel und Adapter

Eine geänderte Sattelposition kann den erforderlichen Leitungsverlauf beeinflussen. Anschluss und Bauraum müssen gemeinsam geprüft werden.

Bremssättel und Adapter auswählen

Bremsflüssigkeit

Verwenden Sie ausschließlich die für Motorrad und Bremskomponenten vorgeschriebene Spezifikation und beachten Sie die jeweiligen Wechselvorgaben.

Bremsflüssigkeit ansehen

Bremskits

Bei einem vollständigen Umbau können Bremsscheibe, Sattel, Adapter, Pumpe und Bremsleitung als abgestimmtes System angeboten werden.

Motorrad-Bremskits ansehen

Bremsbeläge

Ein klarer Druckpunkt ersetzt keine zum Bremssattel, zur Scheibe und zum Einsatzbereich passende Belagmischung.

Passende Bremsbeläge auswählen

Montageteile und Bremszubehör

Hohlschrauben, Dichtscheiben, Halter und weitere Montageteile müssen für die konkrete Bremsanlage vorgesehen sein.

Montageteile und Bremszubehör ansehen
Häufige Fragen

Wissenswertes zu Motorrad- und Stahlflex-Bremsleitungen

Welche Vorteile kann eine Stahlflex-Bremsleitung bieten?

Das Edelstahlgeflecht stabilisiert die Leitung unter hydraulischem Druck. Gegenüber einer alternden oder weniger druckstabilen Standardleitung kann dies zu einem klareren Druckpunkt und einer direkteren Rückmeldung beitragen.

Passt jede Stahlflexleitung an jede Radialbremspumpe?

Nein. Anschlussform, Winkel, Dichtfläche, Länge und Leitungsführung können abweichen. Die angebotenen Moto-Master-Leitungen sind nur für die jeweils angegebene Moto-Master-Radialbremspumpe beschrieben.

Warum gibt es Leitungen mit und ohne Frontlicht?

Lampenmaske, Halter und Kabel verändern den verfügbaren Bauraum vor dem Lenkkopf. Deshalb kann für ein Motorrad mit Frontlicht eine andere Länge oder Leitungsführung erforderlich sein als für eine reine Racing-Ausführung.

Kann eine zu lange Bremsleitung verwendet werden?

Eine unnötig lange Leitung lässt sich häufig nicht sicher führen und kann Scheuerstellen oder ungünstige Bögen bilden. Verwenden Sie eine ausdrücklich passende Ausführung statt überschüssige Leitung eng aufzuwickeln.

Woran erkenne ich eine zu kurze Bremsleitung?

Die Leitung gerät bei vollem Lenkeinschlag oder ausgefederter Gabel unter Zug, zieht an den Anschlüssen oder begrenzt die Bewegung. In diesem Zustand darf sie nicht verwendet werden.

Müssen Dichtscheiben erneuert werden?

Verformte oder beschädigte Dichtscheiben dürfen nicht wiederverwendet werden. Beachten Sie die Montagevorgaben der beteiligten Hersteller und verwenden Sie ausschließlich geeignete Dichtelemente.

Warum ist der Druckpunkt nach dem Wechsel schwammig?

Häufig befindet sich noch Luft im System. Möglich sind auch eine Undichtigkeit, eine ungeeignete Bremsflüssigkeit oder ein Problem an Bremspumpe beziehungsweise Bremssattel. Die Ursache muss vor der Fahrt geklärt werden.

Darf die Bremsleitung die Gabel berühren?

Die Leitung darf in vorgesehenen Führungen verlaufen, aber nicht ungeschützt an beweglichen oder scharfkantigen Bereichen scheuern. Der Verlauf muss über den gesamten Lenk- und Federweg kontrolliert werden.

Welche Bremsflüssigkeit gehört in die Anlage?

Maßgeblich sind die Vorgaben von Motorrad, Bremspumpe und Bremssattel. Die Kennzeichnung auf Behälter oder Bauteilen muss beachtet werden. Nicht kompatible Flüssigkeitstypen dürfen nicht vermischt werden.

Wann sollte eine Fachwerkstatt übernehmen?

Bei unklarer Zuordnung, beschädigten Gewinden oder Dichtflächen, erforderlichen Sonderanfertigungen, Problemen beim Entlüften oder fehlendem stabilen Druckpunkt sollte die Bremsanlage fachgerecht geprüft werden.

Bremsleitung nach Bremspumpe, Leitungsführung und Fahrzeugaufbau auswählen

Gleichen Sie vor der Bestellung die tatsächlich verbaute Bremsanlage und die benötigte Ausführung vollständig ab. Bei Supermoto-Racing-Motorrädern ist besonders auf die Variante mit oder ohne Frontlicht sowie auf die Zuordnung zur Moto-Master-Radialbremspumpe zu achten.