Antrieb Zubehör
Montageteile für Kette, Kettenrad und Hinterrad
Antriebszubehör umfasst die kleinen Bauteile, die für eine sichere Befestigung, korrekte Einstellung und zuverlässige Funktion des Sekundärantriebs benötigt werden. Dazu zählen unter anderem Kettenradschrauben, Kettenspannerschrauben und weitere fahrzeugspezifische Montageteile.
Antriebszubehör passend zur Aufgabe auswählen
Beim Wechsel von Kette, Ritzel oder Kettenrad sollten auch die zugehörigen Befestigungs- und Einstellteile kontrolliert werden. Beschädigte Gewinde, korrodierte Schrauben oder verschlissene Sicherungselemente können eine fachgerechte Montage verhindern.
Kettenradschrauben
Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben zur sicheren Befestigung des Kettenrads an der Radnabe. Abmessungen und Ausführung müssen exakt zur vorhandenen Aufnahme passen.
Kettenradschrauben ansehenKettenspannerschrauben
Einstellschrauben und zugehörige Muttern ermöglichen die korrekte Positionierung des Hinterrads und helfen dabei, Kettendurchhang und Radflucht einzustellen.
Kettenspanner-Zubehör öffnenMontage- und Sicherungsteile
Weitere Befestigungsteile für Arbeiten am Antrieb. Entscheidend sind Gewinde, Länge, Festigkeit, Bauform und die vom Fahrzeughersteller vorgesehene Sicherung.
Antriebszubehör entdeckenGewinde und Abmessungen müssen übereinstimmen
Äußerlich ähnliche Schrauben sind nicht automatisch austauschbar. Bereits Unterschiede bei Gewindedurchmesser, Steigung, Schaftlänge oder Kopfgeometrie können dazu führen, dass ein Bauteil nicht korrekt sitzt oder die vorgesehene Klemmkraft nicht erreicht wird.
Prüfen Sie bei fahrzeugspezifischem Zubehör die vollständige Modellzuordnung. Bei universell beschriebenen Montageteilen müssen die technischen Maße mit dem ausgebauten Originalteil und den Herstellervorgaben verglichen werden.
Vor der Bestellung abgleichen
- Motorradhersteller und vollständiges Modell
- Hubraum sowie Bau- oder Modelljahr
- Gewindedurchmesser und Gewindesteigung
- Schraubenlänge und benötigte Bauform
- Anzahl der Befestigungspunkte
- Lieferumfang mit Muttern und Unterlegscheiben
- Vorgesehene Schraubensicherung
Schrauben und Muttern als vollständige Verbindung betrachten
Das Kettenrad überträgt die Antriebskraft auf das Hinterrad. Seine Befestigung wird bei jedem Lastwechsel beansprucht und muss deshalb vollständig, sauber und nach Herstellervorgabe montiert sein.
Passende Ausführung verwenden
Schraubendurchmesser, Länge, Kopf- und Schaftform müssen zur Nabe und zum Kettenrad passen. Auch Unterlegscheiben und Muttern gehören zur vorgesehenen Verbindung und dürfen nicht beliebig ersetzt werden.
Sicherung kontrollieren
Selbstsichernde Muttern und andere Sicherungselemente können nach der Demontage ihre vorgesehene Wirkung verlieren. Ob eine Wiederverwendung zulässig ist, richtet sich nach der jeweiligen Ausführung und den Herstellervorgaben.
Anlageflächen reinigen
Kettenrad und Nabe müssen plan und frei von Schmutz, Korrosion oder Beschädigungen aneinanderliegen. Fremdkörper zwischen den Flächen können einen korrekten Sitz verhindern.
Gleichmäßig anziehen
Die Befestigungen werden in der vorgesehenen Reihenfolge und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. Unregelmäßiges oder übermäßiges Anziehen kann Schrauben, Gewinde und Bauteile beschädigen.
Das Hinterrad auf beiden Seiten korrekt einstellen
Kettenspannerschrauben dienen nicht nur dazu, den Kettendurchhang zu verändern. Mit ihnen wird zugleich die Position des Hinterrads in der Schwinge eingestellt. Beide Seiten müssen gleichmäßig ausgerichtet und anschließend zuverlässig gekontert werden.
Zustand der Einsteller prüfen
Kontrollieren Sie Schrauben, Muttern und Gewinde auf Korrosion, Verformung oder schwergängigen Lauf. Beschädigte Einstellteile sollten vor der Ausrichtung des Hinterrads ersetzt werden.
Kettendurchhang einstellen
Der zulässige Durchhang wird nach den Angaben des Motorradherstellers eingestellt. Messpunkt, Fahrzeugbelastung und Vorgehensweise können je nach Modell unterschiedlich sein.
Radflucht und Befestigung kontrollieren
Nach der Einstellung sind Hinterradausrichtung, Achsbefestigung und Kontermuttern zu prüfen. Anschließend wird der Kettendurchhang erneut kontrolliert.
Antriebszubehör fachgerecht einsetzen
Vor der Montage sollten sämtliche Gewinde und Anlageflächen gereinigt und auf Schäden untersucht werden. Das vorgeschriebene Drehmoment bezieht sich auf eine bestimmte Verbindung und einen definierten Montagezustand. Öl, Fett oder Schraubensicherung verändern die Reibung und dürfen nur verwendet werden, wenn dies vorgesehen ist.
Nach Arbeiten am Hinterrad oder Kettenantrieb müssen Kettenlauf, Radfreigängigkeit und sämtliche Befestigungen geprüft werden. Drehen Sie das Hinterrad von Hand durch und achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, schwergängige Stellen oder einen ungleichmäßigen Kettenlauf.
Für eine saubere Montage
- Beschädigte Gewinde nicht weiterverwenden
- Vorgeschriebene Festigkeitsklasse beachten
- Passende Muttern und Scheiben montieren
- Drehmomentangaben des Herstellers einhalten
- Schraubensicherung nur nach Vorgabe einsetzen
- Kettendurchhang nach dem Festziehen erneut messen
- Befestigungen nach der ersten Fahrt kontrollieren
Antriebskomponenten gemeinsam kontrollieren
Montageteile sollten nicht isoliert betrachtet werden. Wenn das Hinterrad ausgebaut oder ein Teil des Kettenantriebs ersetzt wird, bietet sich eine Kontrolle des gesamten Systems an.
Kette und Kettenschloss
Prüfen Sie die Kette auf schwergängige Glieder, beschädigte Rollen, ungleichmäßige Längung und den korrekten Zustand des Kettenschlosses.
Motorradketten ansehenRitzel und Kettenrad
Stark zugespitzte, einseitig abgenutzte oder beschädigte Zähne weisen auf Verschleiß hin. Kette, Ritzel und Kettenrad sollten technisch zueinander passen.
Kettenräder öffnenKettenführung und Schutz
Kettenführungen und Schleifer verhindern einen unkontrollierten Kettenlauf und schützen angrenzende Bauteile. Verschleißgrenzen und Befestigungen regelmäßig kontrollieren.
Kettenführung und KettenschutzHinweise zu Antriebs- und Montagezubehör
Kann ich Kettenradschrauben wiederverwenden?
Das hängt von Schraube, Mutter, Sicherungssystem und Herstellervorgabe ab. Beschädigte, verformte oder korrodierte Teile dürfen nicht erneut montiert werden. Selbstsichernde Muttern können nach dem Lösen zu ersetzen sein.
Passen universelle Kettenspannerschrauben an jedes Motorrad?
Nein. Gewindedurchmesser, Steigung, Länge und Ausführung müssen zur Schwinge und zum vorhandenen Einstellsystem passen. Vergleichen Sie die technischen Maße mit dem Originalteil.
Wie fest werden Kettenradschrauben angezogen?
Das erforderliche Drehmoment ist fahrzeug- und bauteilspezifisch. Verwenden Sie die Angaben des Motorrad- beziehungsweise Komponentenherstellers und keine pauschalen Werte.
Warum verändert sich die Kettenspannung beim Drehen des Rads?
Unterschiedlicher Durchhang kann durch ungleichmäßigen Kettenverschleiß, schwergängige Glieder oder Abweichungen an Ritzel, Kettenrad und Radaufnahme entstehen. Eingestellt wird nach der Herstellervorgabe an der maßgeblichen Position.
Muss nach dem Einstellen die Radflucht geprüft werden?
Ja. Eine falsche Hinterradausrichtung belastet Kette und Zahnräder und kann das Fahrverhalten beeinflussen. Markierungen an der Schwinge dienen als Orientierung und sollten bei Zweifeln durch eine genauere Messung ergänzt werden.
Wann sollte eine Fachwerkstatt übernehmen?
Bei beschädigten Gewinden, ausgeschlagenen Kettenradaufnahmen, unklarer Teilezuordnung oder fehlenden Drehmomentangaben ist eine fachgerechte Prüfung sinnvoll. Gleiches gilt, wenn Radflucht und Kettenspannung nicht eindeutig eingestellt werden können.
Passendes Zubehör für den Antrieb finden
Wählen Sie die benötigten Montage- und Einstellteile und gleichen Sie Abmessungen, Gewinde und Fahrzeugzuordnung vor der Bestellung sorgfältig ab.