Kettenräder
Passende Übersetzung, präziser Kettenlauf und zuverlässige Kraftübertragung
Das hintere Kettenrad überträgt die Motorleistung über die Kette auf das Hinterrad. Teilung, Zähnezahl, Aufnahme und Material müssen zur Fahrzeugkonfiguration passen. Bei PBC Performance finden Sie Kettenräder für unterschiedliche Motorradmodelle, Übersetzungen und Einsatzbereiche.
Aluminium, Stahl und kombinierte Konstruktionen
Material und Bauweise beeinflussen Gewicht, Verschleißfestigkeit und Wartungsbedarf. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt vom Motorrad, der Fahrweise und dem vorgesehenen Einsatz ab.
Aluminium-Kettenräder
Kettenräder aus hochfesten Aluminiumlegierungen verbinden geringes Gewicht mit einer präzisen Fertigung. Sie werden häufig im sportlichen Straßen-, Motocross- und Enduroeinsatz gewählt, wenn die rotierende und ungefederte Masse möglichst niedrig bleiben soll.
Stahl-Kettenräder
Stahl bietet eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß. Diese Ausführung eignet sich besonders für hohe Laufleistungen, Alltagsbetrieb und Bedingungen, bei denen Haltbarkeit wichtiger als eine maximale Gewichtsreduzierung ist.
Hybrid-Kettenräder
Kombinierte Konstruktionen verbinden einen leichten Träger mit einem widerstandsfähigen Zahnkranz. Sie zielen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht und Lebensdauer, benötigen aber ebenfalls eine eindeutige Fahrzeugzuordnung.
Nicht jedes Kettenrad mit gleicher Teilung passt auf jede Nabe
Die Angabe 420, 520 oder 525 beschreibt die Kettenteilung und bestimmte Abmessungen des Kettentriebs. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, ob das Kettenrad an die vorhandene Hinterradnabe passt.
Für die Montage müssen auch Zentrierbohrung, Lochkreis, Anzahl und Durchmesser der Befestigungsbohrungen sowie die vorgesehene Einbaulage übereinstimmen. Unterschiede können selbst innerhalb einer Modellreihe auftreten, etwa zwischen Baujahren, Hubraumvarianten oder verschiedenen Hinterradnaben.
Vor der Bestellung abgleichen
- Motorradhersteller und genaue Modellbezeichnung
- Hubraum sowie Bau- oder Modelljahr
- Vorgeschriebene Kettenteilung
- Serienmäßige und gewünschte Zähnezahl
- Lochkreis und Anzahl der Befestigungen
- Durchmesser der Zentrierung
- Originale oder nachgerüstete Hinterradnabe
Die Zähnezahl beeinflusst Beschleunigung und Motordrehzahl
Ein Kettenrad mit einer anderen Zähnezahl verändert die Sekundärübersetzung des Motorrads. Dadurch ändern sich nicht die Motorleistung selbst, wohl aber die Art, wie diese am Hinterrad umgesetzt wird.
Größeres Kettenrad
Mehr Zähne am Hinterrad führen bei unverändertem Ritzel zu einer kürzeren Übersetzung. Das Motorrad reagiert meist direkter und beschleunigt kräftiger, während die Motordrehzahl bei gleicher Geschwindigkeit steigt. Die theoretische Endgeschwindigkeit in den einzelnen Gängen sinkt entsprechend.
Kleineres Kettenrad
Weniger Zähne ergeben eine längere Übersetzung. Die Drehzahl fällt bei gleicher Geschwindigkeit geringer aus, gleichzeitig wird die Beschleunigung in den einzelnen Gängen zurückhaltender. Ob diese Abstimmung sinnvoll ist, hängt von Motorcharakteristik und Einsatzgebiet ab.
Kettenrad, Ritzel und Motorradkette arbeiten als Einheit
Die Zähne des Kettenrads greifen bei jeder Radumdrehung in die Rollen der Kette ein. Ist die Kette ungleichmäßig gelängt oder sind die Zahnflanken bereits eingelaufen, verteilt sich die Belastung nicht mehr gleichmäßig. Das beschleunigt den Verschleiß aller beteiligten Komponenten.
Ein neues Kettenrad sollte deshalb nicht ungeprüft mit einer stark gebrauchten Kette oder einem verschlissenen Ritzel kombiniert werden. Bei deutlichen Verschleißspuren ist der Austausch des vollständigen Kettensatzes meist die technisch saubere Lösung.
Zahnform und Befestigung regelmäßig kontrollieren
Ein verschlissenes Kettenrad lässt sich nicht allein am Kilometerstand erkennen. Fahrweise, Schmutz, Pflegezustand und Kettenspannung haben erheblichen Einfluss auf seine Nutzungsdauer.
Veränderte Zahnflanken
Stark zugespitzte, hakenförmige oder einseitig eingelaufene Zähne deuten auf fortgeschrittenen Verschleiß hin. Die Kette kann dann nicht mehr gleichmäßig in die Verzahnung ein- und auslaufen.
Beschädigte Aufnahme
Ausgeschlagene Schraubenbohrungen, Risse oder sichtbare Verformungen im Trägerbereich gefährden den sicheren Sitz. Solche Schäden dürfen nicht durch stärkeres Anziehen der Schrauben ausgeglichen werden.
Seitliche Laufspuren
Ungewöhnlich starke Spuren an nur einer Seite können auf eine fehlerhafte Radflucht, eine versetzte Kettenlinie oder Spiel an Nabe und Lagern hinweisen. Die Ursache muss vor dem Austausch ermittelt werden.
Saubere Anlageflächen und korrekte Befestigung sichern den Rundlauf
Das Kettenrad muss plan an der vorgesehenen Aufnahme sitzen. Schmutz, Korrosion oder beschädigte Anlageflächen können zu Verspannungen und einem ungleichmäßigen Lauf führen.
Bauteile vergleichen
Prüfen Sie vor dem Einbau Teilung, Zähnezahl, Zentrierung, Lochkreis und Materialstärke. Das neue Kettenrad muss ohne Nacharbeiten auf die dafür vorgesehene Nabe passen.
Aufnahme kontrollieren
Reinigen Sie Nabe und Anlageflächen. Befestigungsgewinde, Schrauben, Muttern und gegebenenfalls Sicherungselemente müssen unbeschädigt und für die jeweilige Verbindung geeignet sein.
Nach Vorgabe befestigen
Ziehen Sie die Befestigungen gleichmäßig und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an. Verwenden Sie Schraubensicherung oder neue selbstsichernde Muttern nur entsprechend den Fahrzeug- und Teilevorgaben.
Kettenlauf einstellen
Nach der Montage werden Hinterradausrichtung, Kettendurchhang und Freigängigkeit geprüft. Drehen Sie das Rad von Hand und kontrollieren Sie den Lauf über mehrere vollständige Umdrehungen.
Wissenswertes zum Kauf von Motorrad-Kettenrädern
Welche Kettenteilung benötige ich?
Die vorgeschriebene Teilung finden Sie in den technischen Fahrzeugdaten oder auf den vorhandenen Komponenten. Kette, Ritzel und Kettenrad müssen dieselbe Teilung besitzen. Eine ähnliche Breite reicht für die Kompatibilität nicht aus.
Kann ich eine andere Zähnezahl montieren?
Grundsätzlich kann die Sekundärübersetzung bei vielen Motorrädern verändert werden. Dabei müssen Kettenlänge, Einstellbereich, Freigängigkeit und die rechtlichen beziehungsweise technischen Vorgaben für das Fahrzeug berücksichtigt werden.
Ist ein Aluminium-Kettenrad immer besser?
Nein. Aluminium spart Gewicht, während Stahl in der Regel auf hohe Verschleißfestigkeit ausgelegt ist. Die passende Wahl richtet sich nach Einsatz, Wartungsbereitschaft und gewünschter Laufleistung.
Muss die Kette beim Kettenradwechsel ebenfalls neu?
Nicht automatisch, aber ihr Zustand muss sorgfältig geprüft werden. Bei deutlicher Längung, schwergängigen Gliedern oder verschlissenen Rollen sollten Kette, Ritzel und Kettenrad gemeinsam ersetzt werden.
Warum läuft die Kette seitlich am Kettenrad?
Mögliche Ursachen sind eine falsche Hinterradausrichtung, eine nicht passende Aufnahme, Spiel im Kettenträger oder eine abweichende Kettenlinie. Einseitige Spuren sollten vor der weiteren Nutzung geprüft werden.
Benötige ich neue Kettenradschrauben?
Das richtet sich nach Fahrzeugvorgabe und Zustand der Befestigungsteile. Beschädigte Gewinde, verformte Schrauben und nicht wiederverwendbare Sicherungsmuttern müssen durch passende Teile ersetzt werden.
Den vollständigen Kettentrieb passend zusammenstellen
Wählen Sie das Kettenrad nach Motorrad, Teilung, Aufnahme und gewünschter Zähnezahl aus. Prüfen Sie gleichzeitig Kette, Ritzel und Befestigungsteile, damit alle Komponenten technisch zusammenpassen.